Freitag, 18.04.2008
que se vayan todos
jaja das wars dann wohl vorerst, ich bin raus, weg und wieder in der kälte ABER das war nicht das letzte und auch nicht das längste mal in venezuela, sobald als möglich muss dieser blogg seine fortsetzung finden, photos müssen auch noch geschoben werden und die letzten zwei wochen sind auch noch aufzufüllen und, und, und....keep on rollingrollingrolling
bei fragen/preguntas/questions gern als komentar, oder auch an zamorra_13[at]hotmail.com
photos kommen die woche noch, dassa auch jut aussieht
schüss erstma
und venceremos trotz allem
Mittwoch, 02.04.2008
uh ah la luz no se va...
...que arecho que el tiempo me esta saliendo dentro los dedos!
also man kann doch wirklich nur hoffen, dass es bis 2012( náchste wahlen in Venezuela) noch einen gewaltigen schritt nmach vorn gibt.
denn aus eigener erfahrung gibt es hinsichtlich der infrastruktur noch einen haufen zu tun und der anteil der venezolaner die genervt sind von ständigen stromausfállen, der zunehmenden Kriminalitát, fehelnden grundlebensmitteln trotz des grossen reichtums des landes steigt mit zunehmender geschwindigkeit. in den letzten 4 tagen blieb der strom dreimal jeweils über mehr als 6 stunden weg. Das wasser kommt mal und dann mal wieder über tage nicht.
Schön das uns presidente diverse projekte anstösst und neue sozialbauten mit Wasser und strom etc. einweiht, wenn aber im rest des landes es ständig probleme gibt. Die von uns Hogo propagierten 32tausend t Pulvermilch die PDVSA auf den markt lanciert sind doch genau betrachtet nur ein tropfen auf den heissen stein(umgerechnet 1 1/2kilo pro person). Da muss wirklich was passieren.
"PDVSA-ahora es de todos" muss dann aber auch bald bei allen ankommen und um das zu regeln bleiben noch 4 jahre.
auch wenn viele mich da missverstehen werden, muss ich doch sagen, dass ein grosses Problem vieler venezolaner ist, dass sie schon sehr arbeitsscheu sind. wenn man jemanden braucht der gut und auch mal 5 tage durchgehend arbeitet sucht man sich lieber einen Kolumbianer oder Peruaner o lo que sea.
grosses problem ist auch weiter die polarisierung: alle die ein kleines oder grosses gescháft haben und versuchen selbstständig zu arbeiten sehen für Chávez keine grosse Zukunft mehr, der grossteil derer die vom System profitieren oder alimentiert werden kämpfen natürlich weiter an seiner seite. Von denen aber auch lángst nicht alle, weil auch die schnell vergessen, wie für sie die situation vor Chávez war.
Anderes Problem, was aber die Venezolaner kaum berührt, weil sie es ja garnicht anders kennen ist das fehlen einer post oder ähnlichem. wenn dann muss man schon auf private Lieferunternehmen zurückgreifen.
dis war dis zur politik!
viel bleibt mir nich mehr, vielleicht gibts fürs erste noch zwei oder drei einträge und denn ab ins kalte alemania, aber -sea dios mi testigo- lange machta da nich mehr
p.s.: die kinder in Venezuela- von denen es hier wirklich eine menge gibt, is ja der stolz jeder familie- werden hier lecker abends noch schön mitn Käffchen versorgt, damit se besser schlafen, oder auch mal n lecker bierchen- verrückte welt!
na denn:LICHT AUS im abendland!
Samstag, 29.03.2008
manchmal, aber nur manchmal...
28.03.
dienstach war doch mal was feines, inseltour und durch die mangles(mangroven) im parque morrocoy, alberto, unser beinharter chavista-lanchero hats echt drauf, kann wirklich gut erklären, und so dass es allen spass macht. immer n bisschen politische aufklärung muss auch dabei sein. ich mach den übersetzer für zwei schüchterne, introvertierte hühnchen ausm tiefsten bayern, die hier in barquisimeto ihren Ex-Pfarrer besucht haben. padre miguel, der arbeitet dort in den barrios als gemeindepfarrer. da taten sich doch zwischen venezolanern und deutschen verschlossenen hinterweltltern mal wieder welten auf.
auf der lancha hatten neben mir, den Mádels und Alberto noch drei venezolaner aus san cristobal an der columbianischen grenze platz. weder die zwei damen, noch der muchacho ausgewählte schönheiten, oder besonders mit intelekt gesegnet, aber freundlich, aufgeschlossen und immer zu nem scherz, oder schwätzchen bereit.
wie die venezolaner halt sind mit plastiktüten und einer riesengrossen kühlbox beladen um sichs später auf der insel ausreichend comodo zu machen. weder wollten die beiden "gemeindeschwestern" das angebot von getränken wahrnehmen, noch das angebot, ihr mitgebrachtes wasser doch in der Kühlbox unterzubringen. neee, bloss nich reden, bloss nix sagen. dazu kam denn noch das problem, dass ihnen bei der fahrt ständich das meerwasser in den rücken spritzte, hach was hat uns der herrgott da nur wieder für eine bürde auferlegt. auf cayo sal(salzinsel) war denn endlich karibik, so wie man die ausm katalog abpaust. wunderschön. nächstes problem: keine umkleidekabinen um das badezeug anzulegen( kann man nich schon drunterhaben) und nachm bad keine duschen um sich das salzwasser von der haut zu spülen- manman manchmal geht aber auch alles schief. auch die venezolaner hat das reservirte verhalten der mädels echtn bisschen befremdet. ick fands duffte und der tach war echt rund!
nur um kurz mal doch dinge aufzuführen, die garnich gefallen haben.
wollt ich doch am mittwoch nach Valencia, wegen hautbemalung und treffen. aber, kennt man ja nich anders. eins, zwei, drei letzte chance vorbei. gab ja die möglichkeit mitn taxi-eddy mitzufahren, weil der eh die zwei muchachas nach caracas fahren musste. kaum 10min unterwegs, fällt mir auf, dass ich mein celular inner andern hose gelassen habe- professor grasse halt- aussteigen, aufn bus zurück warten, zurück ins dorf, zur posada rennen, telefon holn, zum bus rennen, abschwitzen. ¡dale! lo que pasa halt. nach ca. 1 1/2 hr. fahrt zerkloppt es den motor vom bus mitn im nirgendwo.
alle raus, aufn nächsten bus warten...nach mehr als einer stunde, alle rein in den bus...äh momentn alle? nee nich alle, frauen und kinder zuerst. Frau bin ich nich, kind- naja seh jedenfalls nich so aus. also bus weg. na denn soll wohl nich! ab auf die andere seite bus ranwinken, ging auch relativ zügig, also einsteigen und losfahren. die nächste tankstelle fährt der bus ran und el caballero der den bus fährt und sein adjudante gehn erstma fein was essen und lassen den bus putzen. 1hr warten bis sich der bus wieder in bewegung setzt. in tucacas aufm rückweg angekommen, dauerte es wieder geschlagene 50min bis der bus sich wieder in bewegung setzte. den tach hátt ich mir echt klemm können.dis nur in bezug auf die überschrift.
dafür hab ich die venezolaner vom boot wiedergetroffen, und die ham mich in ihrer posada zum essen eingeladen. war lecker und der abend war echt lässig, alberto kam nochmal rüber und wir ham das gemacht worauf sich venezolaner jeder coleur(?) am besten verstehen:so breit wie möglich den jott n jutn man sein lassen, bisschen anne flasche nuckeln und über eben diesen jott und die welt tratschen. chévere. langsam merk ich auch dass sich ein doch sehr bedeutender teil der venezolaner wenig, bis garnicht mit politik auseinandersetzt
von gestern zu heute hatten wir den längsten falta de luz(stromausfall) den ich hier erlebt hab, bestimmt 12hr lang, aber nich weil wieder was durchgeballert is, sondern weil höchstwahrscheinlich jemand n paar kabel jeklaut hat, haha
so noch was?....ach ja: woran erkennt man in Venezuela, ob die polizei bald wieder ne helmkontrolle macht, also ob die moppedfahrer alle nen helm haben? na dass sie selbst ein bis zwei tage vorher schon mit helm rumfahren! wasn trick.
soo gute nacht deutschland!
Montag, 24.03.2008
was auffällt und was gefällt
Freitag, 14.03.2008
Anmerkung
aber nun zu etwas ganz anderem:
und zwar kurzes statement zur neuen landeswährung(Bs f.= Bolívares fuertes). nachdem der Kurs gegenüber harter Währung, wie z. Bsp. € oder Doller extremen schwankungen unterworfen war, stabilisierter er sich nun paso a paso und nimmt an stärke zu. Viele die mit dem inoffiziellen wechselkurs geschäfte gemacht haben, stöhnen jetzt natürlich. auch meiner einer fängt an zu überlegen, ob er lieber gleich, oder später oder sofort tauscht. und muss dabei feststellen: natürlich bin ich voll sozial eingestellt, solange es nich an meine finanzen geht. da merkt man erst, wie sehr man ego ist. aber fürs land is es duffte, genauso wies verhindert dass die ganzen finanzen ins ausland fliessen- also akzeptiert! Die Banken in europa akzeptieren den boli aber nach wie vor nicht als harte währung und tauschen ihn nicht gegen euro zurück, obwohl der olle dollar doch inzwischen wesentlich instabiler ist. der drang nach regulierung macht sich in allen wirtschaftlichen sektoren bemerkbar und trägt schon zur sicherheit bei, aber oft sonderbare züge: so ist die eröffnung eines kontos ein unterfangen was sich auf mehrere tage und Orte erstrecken kann. überziehungskredite gibts nich mehr egal wie hoch und wie regelmässig die geldeingänge sind.
trotzdem muss man bei kontoeröffnung schon mal ne 1/2 million einzahlern(500bs.f.), was hier fast einem mindestlohn entspricht. ausserdem hat man 5 verschiedene referenzen nachzuweisen, obwohl die bank nicht das geringste risiko trägt. Die fortschreitende technologisierung(bankterminals etc.) geht oft so schnell, dass die angestellten keine ahnung von den neuen geräten haben. aber doch man merkt acá it keeps on rollinrollinrolling...
Donnerstag, 13.03.2008
und täglich grüsst das ...
neben den täglich arbeiten als dienstmagd(haha- watn spass) bleibt mir nat¨rlich auch Zeit die angenehmen Seiten des Lebens hier zu geniessen. Auch wenn der Strand vor der Haustür jetzt nicht ganz der Südseetapete entspricht, die man zu hause im schlafzimmer hat, reicht das doch logger zum reinspringen und tägliches Bad geniessen. Sucht man was, ohne ständig von ohrenbetäubender Musik, oder Gekwassel der anderen einheimischen Strandbesucher gestört werden zu wollen( wenn das störfaktoren sind, is man in diesem Land so oder so am falschen ende der welt) nimmt man einen Fussmarsch von 10min in kauf, unterquert eine alte Mole, und läuft an einem alten Hafen entlang und promt trifft man auf einen kilometerlangen menschenleeren Sandstrand, wo man sich dann auch ganz allein vergnügen kann. Das problem ist hier nämlich, dass die Zufahrt für Fahrzeuge verboten ist und da die Venezolaner alles andere als lauffreudig sind und am liebsten mit auto direkt ins wasser fahren würden, bleibt dieser strand von ihnen unbeachtet. man kann auch die badegewohnheiten der Venezolaner auch nicht unbedingt schwimmen nennen. der normale Venezolaner planscht lieber in Ufernähe, das aber dann gern stundenlang.
wenn man aber einen abzug der Karibiktapete sucht, fährt man mit einer lancha auf die vorgelagerten Inseln, die cayos( jaa, asche auf mein haupt, hab ich bis jetz auch noch nicht gemacht)
Die versorgung mit Grundnahrunhgsmitteln wie Mehl, Milch etc. bleibt nach wie vor problematisch, obwohl hier nicht von hunger gesprochen werden kann!
Manchmal bleibt der strom weg, kommt aber dann ganz unerwartet wieder. gaaanz wichtig dann: alle elektrischen geräte mit standby schaltung aus de steckdose nehmen, weil der strom dann mit solcher hochspannung zurückkommen kann, dass es die geräte wegpfeffert.
dann nochmal ein beispiel dafür, dass arbeit und denken für die Venezolaner nicht wirklich zusammengehört: zwar wird hier in einem affenzahn die wasserversorgung neu verlegt, jedoch ist den arbeitern nicht in den sinn gekommen vorher das wasser abzustellen, so dass sie beim ausgraben der alten leitungen, die kreuzung hinterm haus in ein einziges schlammloch verwandelt haben. das musste dann abgepumpt werden, d.h. die pumpe läuft und 20 mann stehen rum(kennt man doch als altes ddr-kind irgendwoher). ABER inzwischen passiert wenigstens überhaupt was.- dat darf man nich vergessn! von der stadt kommt manchmal kein wasser, oder nur unter geringen druck, so dass wir jetzt noch ne zusätzliche pumpe anschaffen mussten, um das wasser in die tanks zu ziehen- nu sind se wieder voll.
Montag war ich das erste mal beim consejo de la comunidad., mehr oder weniger ne bürgerversammlung unter einem alten Baum, fast mitten auf der strasse. das geschiet hier alles selbstorganisiert. schade nur das dass mikro nicht funktionierte, sonst hätte ich auch alles verstanden. hier wurden anträge beschlossen, vorschläge für antrage zur verbesserung der infrastruktur, des bildungsangebotes, der Müllbeseitigung, der sicherheit und verkehrssicherheit gemacht. diese consejos finden zweimal die woche statt und man hat schon den eindruck,dass die leute interesse an dem haben wo und wie und für was in ihrem Ort geld fliesst.wichtigste themen diesmal: Verkehrsberuhigung vor schulen etc., einrichtung von einkaufmöglichkeiten in ortsteilen, die weiter vom Zentrum entfernt liegen und die suche von freiwilligen,welche zur sicherheit während der anstehenden "semana santa" beitragen sollen indem sie über bereitgestellte radios(funken) vorfälle melden und die guardia schneller an diese orte leiten können. jaaa, auch ich bin jetzt hier schriftlich vermerkt, weil wie könnte es anders sein, auch bei dieser Ratssitzung wurden listen angefertigt mit namen und passnummer der anwesenden. und ebensowenig durfte natürlich eine abgesandte der PSUV( der neuen einheitspartei) fehlen, die als einzige wirklich so klar und laut gesprochen hat, dass auch ich inder vorletzten reihe jedes wort verstanden habe.
na denne mal kiekn, ob ich die "semana santa" hier überstehe, weil da sollsin jeder hinsicht wirklich rund gehen.
rapport davon folgt
schüssn erstmal
und täglich grüsst das...
Sonntag, 09.03.2008
ACHTUNG ACHTUNG HIER SPRICHT DIE GLEICHGESCHALTETE PRESSE EUROPAS
unglauuublich, was die presse in europa wieder verbreitet.
1. es gab hier weder einen krieg, noch war die situation so, dass es hätte einen krieg geben können!
2. nochmal, es hat keine kriegerische auseinandersetzung zwischen kolumbien und der farc gegeben, und die kolumbianer sind nicht durch zufall auf ecuadorianisches gebiet gelangt, sondern das lager der farc auf deren territorium wurde wohlwissend unter grenzverletzung durch die kolumbiansche luftwaffe bombardiert. Die angaben die verbreitet wurden, sind von den kolumbianern, fingiert( von uribe auf dem treffen selbst zugegeben) und eins zu eins übernommen worden( auch von der ach so feinen tagesschau)
3.nachdem sich wohl deutschland, usa etc. einen weiteren konflikt und eine zuspitzung der situation gewünscht haben, haben es die lateinamerikanischen staaten-ohne zutun von den achso demokratischen und entwickelten westlichen ländern und der uno- geschafft auf ihrem treffen den konflikt beizulegen.
grossen respekt muss man hier nicht nur nicaragua, venezuela, und ecuador zollen, sondern( mist, schon wieder ein angriff auf schwarz-weissmalerei) auch im hohen masse uribe zollen, der sich von allen staatschefs zuerst einen rüffel abholte und bei dem treffen auf der anklagebank sass. alle konnten innerhalb eines tages(!) ihre differenzen in diesem konflikt klären. sowohl uribe und correa, als auch uribe und ortega und vor allem die geglaubten erzfeinde chávez und uribe umarmten sich herzlich und beschworen die zusammenarbeit, gewaltlosigkeit und ablehnung jeder kriegerischen handlung bis hin zur brüderlichkeit ihrer völker(chavez und uribe liessen sich zu neckischen bemerkungen hinreissen und verteidigten ihr gegenüber als bruder und freund) DE KONFLIKT IST GELÖST!!! trotz der vorangegangen anschuldigungen und beleidigungen. Es sassen hier nur die entscheidenden staatschefs am tisch, und dass zwar solange, bis eine eindeutige lösung ohne zich klauseln gefunden wurde!
als europäer fragt man sich da schon, wo denn wirklich bereitschaft herrscht probleme zu lösen, und auf einander zuzugehen, wenn man sieht wie in europa an konflikte herangegangen wird. pregnantes beispiel ist ja der Balkankonflikt der bis heute einer lösung harrt, obwohl uno, europäer und amis(oder grade weil?) ihre achso friedfertigen hände im spiel haben. deshalb schlag ich vor den weltsicherheitsrat aufzulösen und neu unter lateinamerikanischem vorsitz, ohne die "erste welt" zu gründen(man bin ich wieder pathetisch,aber so isset)
so nächste mal wieder n bissl mehr lokalnachrichten, aber dass muste mal gesacht werden.
rinjehaun
Freitag, 07.03.2008
cadena, cadena, cadena
so jetz gehts hier janz schön ab. Nachdem der hampelmann von columbianischen prásidenten uribe sich mit dem überfall auf ecuadorianisches territorium nun wohl offensichtlich selkbst ins bein geschossen hat, ist durch diese doch wahrscheinlich von den amis unterstützte dummheit von nachbarn umringt die alle beziehungen zu ihm abgebrochen haben(wie uns Hugo schon sagte, nu wirds zeit dass sich die einzig nich verbleibende kolonie der amis auf dem südamerikanischen Kontinent aus den klauen des imperiums befreit- ja kommt auf deutsch vielleicht nich so rüber). Ecuador und venezuela ham erstmal alles verfügbare militär an die grenzen geschickt, um dem knallkopp mal zu zeigen wie weit man gehen darf.
Das ereignis welches die lage so zugespitzt hat, is vielleicht bekannt. daher hier nur kurz: die FARC hat ihr lager 2km innerhalb des territoriums ecuadors aufgeschlagen. nachtruhe war angesagt. mit amerikanischer unterstützung ham die Columbianer dises aufgespürt und bombardiert. Uribe behauptet, dass dies von columbianischen territorium aus geschah. nachweislich 1.LÜGE(und selbst wenn ist dies eine schwerwiegende grenzverletzung, wie würtden wir das finden wenn die polen meinen, ohne absprache in deutschland einreiten zu können, nur weil bei uns irgendwelche polnischen kriminelle vermuten?).
dannteilte columbien ecuador mit, dass der angriff direkt nach einem überfall dieser FARC-gruppe auf kolumbianisches gebiet erfolgt sei. 2.LÜGE. die FARC-Guerilleros warn alle in schlafanzüge und hatten keine waffen griffbereit. nachdem correa (Präs. von Ecuador)diese ereignisse bekannt wurden, bat die columbianische militärpolizei die ecardorianer um hilfe, da sich ein trupp auf ihr gebiet verirrt hätte, nun von der FARC umringt sei und mit dem Tode bedroht würde.3.LÜGE Correa schikct sofort helis los um die zuspitzung der situation zu verhindern und nimmt kontakt mit der FARC auf, um das leben dieser angeblich verirrten Truppe zu schützen. nach kontaktaufnahme und suche durch helis stellte sich raus, dass weder FARC in der Nähe, noch sonst irgendwelche guerilla-aktionen geplant waren. die zeit konnte die columbianische MP nutzen, das bombardierte lager zu durchsuchen und angeblich intakt gebliebene rechner mitzunehmen( behaupten jetzt, dass dort dateien gefunden wurden, diedarauf hinweisen, dass die FARC uranmaterial bunkert-auweia was fürn schwachsinn). Nach der kontaktaufnahme correas mit der FARC, um weiteres blutvergiessen zu verhindern,stellt sichuribe, der vorher um hilfe gebeten hatte, hin und behauptet, dass ecuador und venezuela politische beziehungen zur FARC hätten( will beide präsidenten vor den internationalen gerichtshof bringen- dann muss er wohl sarkozy auch vor gericht stellen). jetzt hackts gleich!das auffahren von militär an den grenzen zu Columbien, hat also nichts mit krieg, sondern nur mit demonstration von eigenständigkeit und stärke zu tun!
zum thema Kokainhandel und unterstützung durch venezuela. sicher ist, dass teile der FARC ihre waffenkäufe mit drogengeldern finanzieren. sicher ist, dass die paramilitärs, die von Columbien und USA unterstützt werden, dies auch aber in wesentlich grosseren umfang tun. Dass die regierung columbiens in den drogenhandel ebenso verstrikt ist, lässt sich aus uribes vergangenheit und der tatsache ablesen, dass der cousin eines oberkommandierenden des militärs in deutschland wegen drogenhandels in grossem stil im knast sitzt. soviel zur vereilung der schuld!
heute hat dann neben ecuador und venezuela auch nicaragua aus solidaritát die beziehungen zu columbien abgebrochen.
nun ochmal zu chavez und seinem arbeitspensum. wenn man verfolgt, was der am tag alles runterreisst und wieviel und gern er ausschweifend redet, könnte man schon meinen, dass auch er ab und an gern zu "nahrungsergánzungsmitteln" greift(man beachte sein zeitweiliges trockenes schnauben, während seiner reden). ist aber nur ne spekulation.
heute hab ichs zum ersten mal gemerkt, wie nervtötend die cadena sein kann wenn man sich nu garnich für politik begeistern will. dreimal wurden alle programme die nicht nur über kabel zu empfangen sind, in reihe geschaltet, um wichtige mitteilungen des Präsidenten in liveschaltung über alle sender auszustrahlen.
nachdem ich nun wirklich die letzten 25min vom schalke-spiel(champignonsleague) ertragen habe, schaltet der kanal in der 120min auf den präsidenten um, so dass das eigentlich spannende( weil, wer interessiert sich schon für schalke), dass 11meter-schiessen erstmal ausfiel.
was ändert sich noch? achja, bürokratie wächst, aber zu gunsten der sicherheit und der angestellten. jeder, auch beim movilkauf, muss überall, wenn irgendwas vertarglicxh geregelt wird zumindest fingerabdrücke, passnr. oder beides abgeben.
angestellte müssen jetzt angemeldet und versichert werden. mindestlohn gibs auch.
schwarze geschäfte, wie geldtauschen aufm schwarzmarkt, wird schwieriger(naja muss halt wissen wo). ausländer, die hier geschäfte und firmen haben, werden auf korrekte papiere etc. kontrolliert. hier im ort werden grad alle posadas kontrolliert.
wenn die einzelnen sektoren besser zusammen abrbeiten würden, gäbs auch weniger problem. so sammeln die lancha-besitzer(touristenboote) zwar den müll von den vorgelagerten inseln und bringen in ans ufer. dort bleibt er aber dann drei wochen liegen, so dass sich jeder Köter drann bedient und nach und nach alles ausnander fetzt.
gemeckert wird hier auch weiterhin fleissig. ganz besonders um so mehr geld einfach verdient wird, um so mehr stönen grade die über die hohen unkosten-naja kennt man ja! nochmals der hinweis: wenn man als deutscher mit handwerk, oder was auch für einer ausbildung, sei es man ist halbwegs geschickt, kann abreieten und man will sich hier ne weile niederlassen, kann man hier für venezolanische verältnisse richtich viel geld verdienen.
die polarisierung is wirklich schon ein arges problem. prosender interviewen nur ihre leute so wie "Oppositions"-sender nur antichavista interviewen.trotzdem ist der ton der anti-chavista wesentlich schärfer, agressiver und beleidigender. chavez und die seinen sind zwar in der wortwahl nicht weniger markig, jedoch in einem deutlich zurückgenommenen ton.
gestern wieder gesehen: beeindruckend an hugo ist sein wirklich ausgezeichnetes gedächtnis. er kann sich an jeden journalisten, oder gespráchspartner erinneren, dem er wiederbegegnet. wenn nicht mit namen, dann wenigsten an die situation und gesprächsthema. RESPEKT und klarer vorteil. was ihm wirklich manchmal helfen würde ist einwenig mehr zurückhaltung und diplomatie. el presidente hat ein derartiges temperament und eine erdrückende direktheit, dass man manchmal wünscht er hátte jemand der ihm ab und an mal zuruft: ¿porque no te callas, amigo?
gestern hab ich mich mit dem lanchero unterhalten der heir für die posada die leute immer auf die inseln und in die mangroven fährt-Chavista und natürlich alle antichavista=faschisten. aber er hat mir viel von der angeblich stabilsten demokratie lateinamerikas erzählt(4.Republik vor Chavez). er selbst sass in den 60ern hier als 16jáhriger im knast, weil er angeblich die venezolanische guerilla unterstützte-mit 16, haha- und anderes mal weil er einen bart trug, wie ich manchmal aus langerweile, und man ihndaher für einen kommunisten hielt, wegen fidels bart. ausserdem hat er mir ein buch mit zeugenaussagen zu konzentrationslagern in venezuela in dieser zeit gegeben- les ich morgen. damals hatte weder er noch leute aus seiner region jemals auch den hauch einer chance zur höheren bildung, da es ausser in den grossstädten nirgendwoweiterführende schulen, bis auf grundschulen gab( immer schön dumm halten die leute denn kommt auch keiner auf komische gedanken) jetzt hat jeder mittelgrosse ort eine kleine uni. mindestens die hälfte der dortigen studentenverlassen diese unis mit abgeschlossenem studium. er ist 57, und da man nich mit 75 noch leute übers wasser schippern kann, wird auch er in zwei jahren dort sein abschluss als jurist machen. heute middach am strand hab ich mich mit nem venezolaner unterhalten, der wie sich rausstellte, jet-pilot bei der venezolanischen luftwaffe ist, und hier mit seinem grossvater ne posada aufbaut. der war dann nochmal kurz bei uns und erzählte mir von der versammlung der administration zu der er jetzt müsse.
nächstes mal soll ich mitgehn, um zu sehn wie hier sowat läuft. na da bin ick mal jespannt wien flitzeb....nee wär jetzt zu plump.
lassn wirs einfach dabei
hasta después
p.s.: hach señorita le mans, wie konnte ich nur dis vajessn, asche auf mein haupt, ¡lo siento!
Samstag, 01.03.2008
nachtrag zu gestern
schüss erstma und danke für den fisch...